Kurzantwort: Vor dem Aufbau sollten Zufahrt und Montagebereich frei, der Untergrund bekannt und die erforderlichen Genehmigungen geklärt sein. Außerdem benötigt der Gerüstbauer verlässliche Informationen über Bauwerk, Arbeiten, Termine, Lasten und besondere Gefahren. Gute Vorbereitung vermeidet Stillstand und unnötige Zusatzkosten.
Ein reibungsloser Gerüstaufbau beginnt lange vor der Anlieferung des ersten Bauteils. Viele Verzögerungen entstehen nicht bei der Montage selbst, sondern durch blockierte Zufahrten, unklare Zuständigkeiten, fehlende Maße oder kurzfristige Änderungen des Bauablaufs.
1. Montage- und Lagerflächen freihalten
Der Bereich entlang des Bauwerks sollte frei zugänglich sein. Fahrzeuge, Material, Container, Gartenmöbel oder andere Hindernisse müssen rechtzeitig entfernt werden. Auch ausreichend Platz für die Zwischenlagerung und sichere Handhabung der Gerüstteile sollte berücksichtigt werden.
2. Zufahrt und Anlieferung klären
Feig Gerüstbau benötigt Informationen über Zufahrtsbreite, Höhenbegrenzungen, Gewichtsbeschränkungen, Tore, Schranken und feste Anlieferzeiten. Bei Industrieanlagen oder Betriebsgeländen können zusätzlich Einfahrtsgenehmigungen und Sicherheitsunterweisungen erforderlich sein.
3. Untergrund prüfen und Besonderheiten mitteilen
Der vorgesehene Standbereich muss die auftretenden Lasten aufnehmen können. Verdeckte Schächte, Lichtschächte, Kellerdecken, Leitungen, nicht verdichtete Flächen oder empfindliche Oberflächen sollten vorab bekannt sein. Der Gerüstbauer muss diese Bedingungen bei Planung und Ausführung berücksichtigen können.
4. Informationen zum Gebäude bereitstellen
Pläne, Schnitte, Fassadenansichten und aktuelle Fotos helfen bei der Vorbereitung. Wichtig sind außerdem Angaben zu Fassadenmaterial, Wärmedämmung, Anbauten, Dachüberständen, Vordächern und möglichen Verankerungsbereichen.
5. Verwendungszweck eindeutig festlegen
Welche Gewerke nutzen das Gerüst? Welche Materialien werden transportiert oder auf den Belägen benötigt? Sind Dacharbeiten, Fassadenarbeiten oder schwere Montagen geplant? Müssen Eingänge, Produktionsbereiche oder Rettungswege währenddessen nutzbar bleiben? Diese Angaben beeinflussen Gerüstart, Breite, Belastbarkeit und Zugang.
6. Genehmigungen und Nachbarn berücksichtigen
Werden öffentliche Flächen oder Nachbargrundstücke benötigt, müssen die erforderlichen Erlaubnisse rechtzeitig vorliegen. Zuständigkeiten, Antragstellung und Gebühren sollten bereits im Auftrag eindeutig geregelt werden.
7. Bauablauf mit allen Gewerken abstimmen
Ein Gerüst sollte zu den tatsächlichen Arbeitsabläufen passen. Unterschiedliche Gewerke benötigen möglicherweise verschiedene Arbeitshöhen, Zugänge oder Materialflächen. Frühzeitige Abstimmung verhindert spätere Umbauten und Wartezeiten.
Checkliste vor dem Aufbautermin
- Zufahrt und Arbeitsbereich sind frei.
- Ansprechpartner und Erreichbarkeit sind geklärt.
- Pläne, Fotos und Maße sind aktuell.
- Untergrund, Schächte und Leitungen sind bekannt.
- Verwendungszweck und beteiligte Gewerke sind abgestimmt.
- Öffentliche Flächen und Genehmigungen sind geklärt.
- Besondere Betriebs-, Rettungs- und Verkehrswege wurden mitgeteilt.
Je früher Feig Gerüstbau eingebunden wird, desto besser lässt sich die Konstruktion in den gesamten Projektablauf integrieren. Gerne prüfen wir Ihre Unterlagen und klären offene Punkte vor dem Aufbautermin.

